Anstaltskirche der Diakonie, Neogotische Kirche in Halle, Deutschland
Die Kirche im Diakoniewerk ist ein kleiner neugotischer Zentralbau mit kreuzförmigem Grundriss aus gelbem Backstein mit rotem Backsteinband, gedeckt von einem steilen Schieferdach mit schlankem Dachreiter. Drei Kreuzarme enden in Konchen; der Südarm hat zweigeschossige Emporen, die übrigen einfache. Der Altar steht vor dem Nordarm, dahinter die Kanzel, und die neugotische Ausstattung ist fast vollständig erhalten.
Das Gebäude wurde 1893 errichtet und spiegelt die neugotische Architektur seiner Entstehungszeit wider. Seitdem ist es ein fester Bestandteil der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und begleitet die pastoral-medizinische Arbeit der Diakoniewerk-Institution.
Die Kirche entstand als Teil der Diakonissenanstalt, deren historische Bauten ab 1867 errichtet wurden und die Halles erstes modernes Großkrankenhaus war. Ihre Raumordnung folgt dem Wiesbadener Programm: Der Altar steht vor dem nördlichen Kreuzarm, die Kanzel dahinter, und das Gestühl umgibt den Altar auf drei Seiten. Die beiden Glocken im hölzernen Dachreiter heißen „Carl“ und „Otto“, benannt nach Superintendent Carl Moehr und Vorsteher Otto Jordan.
Die Kirche steht im Garten des Diakoniewerks, umgeben von den Bauten der Anstalt. Neben einem ebenerdigen Eingang von der Parkseite gibt es einen zweiten Zugang über einen brückenartigen Durchgang im Obergeschoss, der den direkten Zutritt von den Krankenhausfluren erlaubt. Da das Gelände der Anstalt gehört, sollte man den Zugang vorher abklären.
Die Kirche besitzt zwei Glocken namens „Carl“ und „Otto“, benannt nach Superintendent Carl Moehr und Vorsteher Otto Jordan. Die große wurde 1957 von der Gießerei Schilling gegossen, die kleinere 1929 bei den Mitteldeutschen Stahlwerken in Lauchhammer, besteht aber aus Bronze. Beide läuten an gekröpften Jochen im schlanken hölzernen Dachreiter.
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