St. Stephanus, Protestantische Kirche im Mühlwegviertel, Halle, Deutschland.
Die Stephanuskirche ist ein in Ziegelbauweise errichtetes Kirchengebäude mit gotischen Elementen wie Spitzbögen, Strebepfeilern und einem etwa 61 Meter hohen Turm, der von Eckzinnen gekrönt ist. Das Gebäude befindet sich in der Mühlweg-Gegend und zeigt eine charakteristische Architektur der Periode seiner Entstehung.
Das Gebäude entstand zwischen 1891 und 1893 als Reaktion auf das Bevölkerungswachstum während der Industrialisierung in Halle, wobei Architekt Otto Kilburger das Projekt leitete. Die Kirche diente ihrer Gemeinde bis 1967 als aktiver Andachtsort, bevor sie einer neuen Bestimmung zugeführt wurde.
Die Kirche trug lange Zeit zur Gemeinschaft der Mühlweg-Nachbarschaft bei und war ein Ort religiöser Versammlungen für Protestanten. Nach ihrer Umwandlung in ein Büchermagazin der Martin-Luther-Universität wurde sie zu einem Aufbewahrungsort für wissenschaftliche Sammlungen, was ihre Bedeutung für die akademische Gemeinschaft unterstreicht.
Das Gebäude steht an der Karl-Liebknecht-Straße und ist von außen zu besichtigen, obwohl der Zutritt zum Inneren möglicherweise eingeschränkt ist. Es ist ratsam, vorab Informationen zur Zugänglichkeit einzuholen, da die Kirche nicht mehr als Andachtsstätte genutzt wird.
Im März 2000 zerstörte ein Brand die Kirchturmspitze, die durch das Hauptdach brach und erhebliche Schäden verursachte. Die Wiederherstellung dieses dramatischen Ereignisses zeigt die Widerstandskraft des Bauwerks und seiner Bedeutung für die Stadt.
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