Finowkanal, Wasserstraße in Brandenburg, Deutschland
Der Finowkanal ist eine 56 km lange Wasserstraße von Liebenwalde an der Havel bis Hohensaaten an der Oder und verläuft zwischen Zerpenschleuse und Liepe parallel zur Havel-Oder-Wasserstraße. Auf dem Foto zieht er gerade auf einen Baumhorizont zu: links eine niedrige Stützmauer aus rotbraunem Backstein und eine geschnittene Hecke, rechts kahle Bäume und hohes Schilf. Sein historischer Anfangsteil, der Lange Trödel, wurde 2016 wieder angeschlossen.
Die Wasserstraße entstand in frühen Jahrzehnten unter regionalen Herrschern, um Handel und Transport zwischen entfernten Regionen zu ermöglichen. Später wurden zusätzliche technische Verbesserungen vorgenommen, um den wachsenden Verkehr zu bewältigen.
Der Kanal trägt den Namen der Finow, in deren Tal er zwischen Liebenwalde und Liepe verläuft. Im 19. Jahrhundert hieß das Finowtal wegen der ansässigen metallverarbeitenden Industrie „Märkisches Wuppertal“. Seit 2016 ist der historische Lange Trödel wieder angeschlossen, und der Kanal wird heute vorwiegend von Sportbooten befahren.
Der Kanal verläuft auf etwa 56 km von Liebenwalde an der Havel bis Hohensaaten an der Oder; der historische Anfangsteil Langer Trödel ist seit 2016 wieder angeschlossen. Zwischen Zerpenschleuse und Liepe läuft er parallel zur Havel-Oder-Wasserstraße, ab Liepe geht er in ihr auf. Zuständig ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde; heute dient er vorwiegend dem Bootsverkehr.
1898 und 1899 unternahm Siemens & Halske zwischen der Eberswalder Stadtschleuse und der Ragöser Schleuse Versuche mit elektrischen Schiffszügen, mit dem System Köttgen und dem System Lamb. Lamb sah einen Motor an einem fest installierten Drahtseil vor, Köttgen eine elektrische Treidellok. Die Erfahrungen flossen in die Treidelbahn am Teltowkanal und die Schleusentreppe Niederfinow ein.
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