St. Maria im Kapitol, Romanische Kirche in Altstadt-Süd, Deutschland
St. Maria im Kapitol ist eine romanisch-gotische Kirche in der Kölner Altstadt-Süd, die durch ihren kleeblattförmigen Grundriss mit drei gleichartigen Apsiden auffällt. Diese Apsiden umgibt ein Umgang, der von den Seitenschiffen ausgeht und den hinteren Teil des Raums verbindet.
Das erste Gotteshaus entstand im Jahr 690 auf den Fundamenten eines römischen Tempels der kapitolinischen Trias. Im 11. Jahrhundert ließ Erzbischof Hermann II. die heutige romanische Anlage errichten.
Der Name verweist auf den römischen Kapitolshügel, denn die Kirche erhebt sich über den Resten eines antiken Tempels. Wenn man den Raum betritt, zieht das Zusammenspiel aus romanischen Säulen und gotischen Fensterformen den Blick nach oben.
Die Kirche liegt an der Marienplatzstraße unweit des Rheinufers und ist zu Fuß gut erreichbar. Wer die Türen und den Altarraum genau betrachten möchte, sollte etwas Zeit mitbringen und auf die wechselnden Lichtverhältnisse achten.
Hinter dem linken Seitenaltar hängt ein Gabelkreuz, eine der ältesten erhaltenen Y-förmigen Darstellungen in Deutschland. Diese seltene Form zeigt Christus mit gestreckten Armen an einem gegabelten Querbalken.
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