Schauinsland, Berggipfel in Baden-Württemberg, Deutschland.
Der Schauinsland ist ein 1284 m hoher Berg im Schwarzwald, rund zehn Kilometer südöstlich der Freiburger Stadtmitte. Der Gipfel liegt auf Freiburger Gemarkung, umgeben von Oberried, Münstertal, Bollschweil und Horben; der nächste Ort ist Hofsgrund. Über 700 Jahre wurden hier Silber, Blei und Zink abgebaut; die Grubenbaue erstrecken sich über rund 100 Kilometer auf 22 Sohlen.
Über 700 Jahre wurden am Schauinsland Silber, Blei und Zink abgebaut; die Grubenbaue erstrecken sich über 22 Sohlen mit rund 100 km Länge. Im 14. Jahrhundert stifteten Unternehmer der Grube Dieselmuot Glasfenster für das Freiburger Münster. 1954 endete der Bergbau; seit 1975 lagert der Barbarastollen die Archivfilme der Bundesrepublik.
Der Name Schauinsland bedeutet „schau ins Land“; 1347 erscheint er erstmals als „Schouwesland“, zuvor hieß der Berg wegen des Silberbergbaus „Erzkasten“. Seit 2007 führt das Bergzeitfahren Schauinslandkönig jährlich über 1000 Teilnehmende über 11,5 Kilometer und 770 Höhenmeter, mit Rennrad, Tandem, Einrad, Inlineskates oder Skirollern.
Die Schauinslandstraße ist vom 1. April bis 1. November an Wochenenden und Feiertagen für Motorräder gesperrt. Sie führt von Horben über die Holzschlägermatte zur Bergstation der Schauinslandbahn. Da der Gipfel im Naturschutzgebiet liegt, steht das Windrad weiter unten auf etwa 1000 m ü. NHN.
Der Barbarastollen, ein umgebauter Teil des Bergwerks, bewahrt seit 1975 die auf Filmrollen kopierten Archivalien der Bundesrepublik für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz auf; er ist das größte Archiv zur Langzeitarchivierung in Europa. Der Kapplerstollen, auch Hebammenstollen genannt, verkürzte einst Hebammen und Kappler Kindern den Weg nach Hofsgrund; seine Eingänge sind heute verschlossen.
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