Mellum, Unbewohnte Düneninsel in den Ostfriesischen Inseln, Niedersachsen, Deutschland.
Mellum erstreckt sich über etwa 3 Quadratkilometer wandernder Sanddünen und Salzwiesen, die kontinuierlich durch Nordseeströmungen und Windmuster umgestaltet werden und eine maximale Höhe von 3 Metern über dem Meeresspiegel erreichen.
Ende des 19. Jahrhunderts durch natürliche Sedimentationsprozesse entstanden, entwickelte sich Mellum als separate Insel von der Butjadinger Halbinsel und wuchs von ursprünglich 7 Hektar im Jahr 1903 auf heute über 320 Hektar.
Seit 1921 geschützt und seit 1925 vom Mellumrat e.V. betreut, dient diese unbewohnte Insel als eines der letzten unberührten Refugien Deutschlands innerhalb des UNESCO-Weltnaturerbes Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Der Zugang zu Mellum erfordert spezielle Genehmigungen und ist streng reguliert zum Schutz der Tierwelt, wobei geführte Exkursionen nur außerhalb der Vogelbrutzeiten erlaubt sind und eine einzige Forschungsstation während der Sommermonate betrieben wird.
Die Insel beherbergt jährlich über 5.000 Brutpaare von Möwen und dient als wichtiger Rastplatz für Zugseevögel, während sich ihre dynamische Landschaft ständig durch natürliche Erosions- und Sedimentationsprozesse ohne menschliche Eingriffe verändert.
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