Ostanleger Wangerooge, Ehemaliger Anleger auf der Insel Wangerooge, Deutschland
Der Ostanleger Wangerooge ist ein verfallender Anlegesteg an der Ostküste der Insel Wangerooge mit sichtbaren Holzpfählen, die in die Nordsee ragen. Die Struktur besteht aus mehreren parallel verlaufenden Reihen von Pfählen, die früher Schiffen Halt boten und heute nur noch Ruinen des einstigen Hafenbaus sind.
Der Anlegesteg wurde 1902 von der Norddeutscher Lloyd erbaut und bediente bis 1958 Faehrdienste zu den Haefen Wilhelmshaven und Bremerhaven. Sein Niedergang begann, als groessere Schiffe die Insel direkt ansteuerten und der Anlegesteg an der alten Stelle nicht mehr genutzt wurde.
Der Anlegesteg war für die Inselbewohner und Besucher ein zentraler Treffpunkt und Symbol der Verbindung zur Außenwelt. Menschen warteten hier auf Boote, tauschten Nachrichten aus und erlebten die Ankunft von Waren und Gästen aus dem Westen.
Man erreicht die Ruinen am besten bei Ebbe, wenn mehr Struktur freiliegt und der Weg vom Strand dorthin leicht zugaenglich ist. Der Ort laesst sich ueber den oestlichen Kuestenpfad der Insel erreichen, ohne dass besondere Ausruestung noetig waere.
Der Anlegesteg musste waehrend seiner Betriebsjahre wiederholt versetzt werden, weil sich Sand in der Blauen Balje, einer nahe gelegenen Gezeitenrinne, staendig ansammelte. Diese standigen Veraenderungen der Fahrrinne waren ein staendiges Aergernis fuer die Betreiber und zwangen zu kostspieligen Reparaturen.
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