Katholische Hofkirche, Katholische Kathedrale in Innere Altstadt, Dresden, Deutschland
Der Dom, die ehemalige Katholische Hofkirche, steht am Altstädter Elbufer zwischen Schloss- und Theaterplatz. Gaetano Chiaveris Barockbau hat einen breiten, gestuften Unterbau mit Statuenreihen entlang der Traufe und einen schlanken Mittelturm in offenen Geschossen, der von einer grünen Kupferkuppel bekrönt wird. Eine vergoldete Tafel trägt die Inschrift „DEO OMNIPOTENTI IN HONOREM SANCTI TRINITATIS“.
Gaetano Chiaveri erhielt 1736 den Planungsauftrag und errichtete die Hofkirche von 1739 bis 1755 für Kurfürst Friedrich August II., der 1734 als August III. auch König von Polen wurde. Im Frühjahr 1740 war der Grundbau beendet, die Weihe fand am 29. Juni 1751 statt. Chiaveri verließ Dresden 1748 vor der Vollendung, und Johann Christoph Knöffel gestaltete Orgelempore und königliche Logen in Rokokoformen um.
Seit 1743 waren die Hofprediger von Amts wegen Apostolische Vikare der sächsischen Erblande, eine Aufgabe über den Hofgottesdienst hinaus. Das monumentale Altargemälde stammt von Anton Raphael Mengs, die Rokokokanzel von Balthasar Permoser. Die Orgel ist das letzte Werk Gottfried Silbermanns. Eigentümer des Gebäudes ist der Freistaat Sachsen.
Der Besuch sollte tagsüber geplant werden, da die Öffnungszeiten morgens beginnen und je nach Wochentag unterschiedlich lang sind. Es ist sinnvoll, sich vor dem Besuch über die genauen Öffnungszeiten zu erkundigen, da sie zwischen den Tagen variieren und Gottesdienste Besuche beeinflussen können.
In der Gründerkrypta liegt das Herz Augusts des Starken, dessen Körper im Krakauer Wawel-Dom bestattet ist; den Kirchenbau beauftragte sein Sohn August III., nicht er selbst. Hier ruhen August III. und Maria Josepha, die letzte Königin von Polen – eines der wenigen polnischen Königspaare außerhalb des Wawel.
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