GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Physikinstitut
Das GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung ist ein Forschungsinstitut in Darmstadt mit großen Maschinen zur Beschleunigung von Ionen auf hohe Geschwindigkeiten. Die Anlage verfügt über einen 120 Meter langen linearen Beschleuniger und ein 70 Meter breites Synchrotron sowie mehr als 30 Experimentalstationen mit hochmodernen Detektoren.
Das Zentrum wurde 1969 gegründet, um Schwerionen und ihr Verhalten zu studieren. 1981 erzielte das Institut mit der Schaffung des Elements Bohrium einen Meilenstein, und in den 1980er Jahren folgten weitere bahnbrechende Synthesen schwerster Elemente.
Das Zentrum ist nach der Stadt Darmstadt benannt, da hier das Element Darmstadtium entdeckt wurde. Die Forschungsarbeit prägt das Selbstverständnis der Stadt als Ort wissenschaftlicher Innovation und zieht Forscher aus der ganzen Welt an.
Die Anlage befindet sich in einem ruhigen, bewaldeten Teil der Stadt mit modernen und älteren Geräten nebeneinander. Besucher sollten erwarten, dass Experimente laut sind und die Anlage intensiv genutzt wird, wenn Messungen laufen.
Die Anlage ist auch für die medizinische Anwendung bekannt, insbesondere für Kohlenstoff-Ionentherapie zur Krebsbehandlung, bei der hochenergetische Strahlen Tumoren präzise zerstören können. Patienten reisen von weit her an, um diese spezialisierte Behandlung zu erhalten.
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