Aufbereitungs- und Verwertungsanlage für Trümmerschutt, Industrielle Recyclinganlage in Bornheim, Deutschland
Die Aufbereitungs- und Verwertungsanlage für Trümmerschutt war eine große Anlage in Frankfurt-Bornheim, die Bauschutt zerkleinerte, sortierte und daraus neue Baustoffe herstellte. Die Fabrik besaß verschiedene Maschinen zur Verarbeitung und konnte täglich große Mengen Schutt in verwertbare Materialien umwandeln.
Die Anlage entstand 1949 nach dem Krieg, um die riesigen Trümmermassen der zerstörten Stadt zu verarbeiten. Sie blieb bis 1964 in Betrieb und trug wesentlich dazu bei, dass Baumaterial für den Wiederaufbau Frankfurts verfügbar war.
Die Anlage verkörperte deutsche Ingenieurskunst durch die Entwicklung des Frankfurter Verfahrens, das neue Standards für das Recycling von Baumaterialien setzte.
Der Standort war über Transportrouten gut erreichbar und ermöglichte die effiziente Verladung von verarbeitetem Material auf Lastwagen und Züge. Besucher sollten beachten, dass die Anlage heute nicht mehr existiert und nur noch Grundlagen sichtbar sind oder das Gelände andere Nutzungen hat.
Ein markanter Schornstein von etwa 72 Metern Höhe war das erkennbare Wahrzeichen der Anlage, bis er 1965 abgerissen wurde. Nach der Stilllegung entstanden an dieser Stelle neue Gebäude, darunter eine Eishalle, die das Gelände völlig veränderte.
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