BallinStadt, Migrationsmuseum in Veddel, Hamburg, Deutschland
BallinStadt ist ein Museum im Stadtteil Veddel, das sich auf drei historischen Gebäuden verteilt und die Geschichte der europäischen Auswanderung zeigt. Die Ausstellungen präsentieren Briefe, Fotos und persönliche Gegenstände von Menschen, die Hamburg in Richtung Amerika verließen.
Das Gelände war einst Anlegestelle für Auswanderer, die zwischen 1850 und 1934 Hamburg verließen, um in Nord- und Südamerika neu anzufangen. Die Gebäude bewahren die Erinnerung an diese Zeit und die Millionen Menschen, die von hier aus aufbrachen.
Das Museum ist nach Albert Ballin benannt, dem Generaldirektor der Hapag, der die Auswandererhallen 1901 auf der Veddel errichten ließ; Gründer des Museums war er nicht. Der rekonstruierte Komplex eröffnete im Juli 2007 unter dem Motto „Port of Dreams“. Besucher können in den Beständen nach Vorfahren suchen, die über Hamburg auswanderten; die Ausstellung behandelt Migration vom 16. Jahrhundert bis heute in vier Epochen.
Das Museum liegt am Hafen und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen, besonders von der Innenstadt aus. Vor Ort gibt es Informationsstationen, die bei der Recherche helfen, und Ruheräume zwischen den Ausstellungen.
Eine besondere Sammlung ermöglicht es Besuchern, in Archivunterlagen nach ihren eigenen Vorfahren zu suchen und oft Informationen über deren Reise zu finden. Manche Besucher entdecken überraschend genaue Details über das Leben ihrer Familienmitglieder vor der Auswanderung.
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