Beningaburg, Mittelalterliche Burg in Dornum, Deutschland
Die Beningaburg ist eine mittelalterliche Burg im Zentrum von Dornum, im Norden Deutschlands, umgeben von einem Wassergraben und altem Baumbestand. Das Gebäude vereint Wohn- und Wehrelemente und steht auf einer künstlichen Insel, die durch den umlaufenden Graben gebildet wird.
Um 1400 gab es in Dornum drei Häuptlingsburgen: Westerburg, Norderburg und Osterburg, die spätere Beningaburg. Der Legende nach erbaute olde Hero Attena die Wasserburg zwischen 1375 und 1380; 1461 verzichtete Tanne Kankena auf seine Burg in Wittmund und erhielt als Entschädigung die Osterburg. Folkmar II. Beninga festigte dort die Beninga-Herrschaft, die die Burg bis 1717 prägte, als Folkmar Eger Beninga starb; aus dieser Zeit stammt der Name Beningaburg. Der 1547 zerstörte Ostflügel wurde 1567 wiederhergestellt, der Südflügel 1669 unter Boyung Beninga erneuert.
Von 1545 bis zum Tod Folkmar Eger Beningas 1717, des letzten männlichen Vertreters der Dornumer Linie, blieb die Burg in der Hand der Beninga; die vorbeiführende Straße heißt bis heute Beningalohne. Im Ahnensaal sind Bilder der Geschlechterfolge zu sehen. Über der Tür des 1669 unter Boyung Beninga erneuerten Südflügels sitzt das Gemeinschaftswappen Beninga/Ehrentreuter.
Die Burg befindet sich in Privatbesitz und ist nur im Rahmen von geführten Touren zugänglich, weshalb eine vorherige Anfrage empfehlenswert ist. Von außen lässt sich das Gebäude gut vom Grabenrand aus betrachten, ohne dass ein Eintritt erforderlich ist.
Das zweigeschossige Torhaus mit seinem runden Bogen ließ 1567 der Ritter Folkmar Beninga errichten; von den ursprünglich drei Flügeln der Osterburg sind nur zwei erhalten. Über der Tür hängt das Gemeinschaftswappen Beninga / Ehrentreuter aus der Erneuerung des Südflügels von 1669. Im Ahnensaal der Burg sind Bilder der Geschlechterfolge der Beningas zu sehen.
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