Orgel der St.-Bartholomäus-Kirche, Pfeifenorgel in der Sankt-Bartholomäus-Kirche, Dornum, Deutschland
Die Orgel der St.-Bartholomäus-Kirche wurde 1710–1711 von Gerhard von Holy gebaut und hat 32 Register auf drei Manualen und Pedal. Das geschnitzte Gehäuse steht auf der Westempore; wegen des niedrigen Tonnengewölbes beginnt der Principal 16′ des Pedals im Prospekt erst ab B, die tieferen Pfeifen stehen als Subbass dahinter. Fünf Keilbälge sind original erhalten.
Um 1530 wurde eine ältere Orgel übernommen, die der Tradition nach aus dem aufgehobenen Kloster Oldekloster stammte. Gerhard von Holy baute 1710–1711 das heutige Instrument und übernahm sechs Register des Vorgängers. Noch während der Bauzeit erhielt er den Auftrag für ein selbstständiges Pedal, das wegen fehlenden Platzes an der Südwand auf der Westempore entstand; das niedrige Gewölbe zwang den Principal 16′ ab B in den Prospekt, die tieferen Pfeifen stehen als Subbass dahinter. Hinrich Just Müller reparierte die Orgel 1764, Johann Diepenbrock baute sie 1882–1883 um, Jürgen Ahrend restaurierte sie 1997–1998.
Das Instrument zeigt typische Merkmale der norddeutschen Orgelbaukunst mit mechanischen Spieltischen und aufgebauten Gehäusen aus Holz. Besucher können die handwerklichen Details und die klanglichen Besonderheiten beim Spielen unmittelbar erleben.
Die Kirche ist üblicherweise während des Tages zugänglich, und Konzerte werden regelmäßig im Jahr angeboten. Am besten erkundigen Sie sich vorab nach dem Programm, um die beste Zeit für einen Besuch mit Musikaufführungen zu finden.
Sechs Register stammen noch aus der spätgotischen Vorgängerorgel, vierzehn von Gerhard von Holy (1710–1711). Auch die fünf Keilbälge sind original; die Restaurierung 1997/1998 durch Jürgen Ahrend rekonstruierte zwölf später erneuerte Register und die „erweitert“ mitteltönige Temperatur.
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