Meißner Porzellan, Porzellanmanufaktur in Meissen, Deutschland
Meissener Porzellan entsteht in einer Manufaktur in Meißen, Deutschland, wo jedes Stück nach traditionellen Verfahren aus Kaolin, Feldspat und Quarz gefertigt wird. Die Werkstücke tragen das Markenzeichen der gekreuzten Schwerter, das unter der Glasur von Hand aufgemalt wird.
Im Jahr 1708 gelang es Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und Johann Friedrich Böttger, hartes Porzellan nach europäischen Rezepturen herzustellen, was zur Gründung der Manufaktur 1710 führte. König August der Starke verlegte die Produktion 1710 in die Albrechtsburg in Meißen, um das Geheimnis der Porzellanherstellung zu schützen.
Die Manufaktur gilt als Begründerin der europäischen Porzellankunst und führte eigene Formen und Muster ein, die sich vom chinesischen Vorbild lösten. Viele der historischen Dekorstile werden bis heute von Hand aufgetragen und folgen Techniken aus dem 18. Jahrhundert.
Die Manufaktur bietet geführte Rundgänge durch die Produktionshallen, bei denen Besucher die einzelnen Arbeitsschritte von der Formgebung bis zur Bemalung verfolgen können. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe zu tragen, da der Rundgang durch mehrere Werkstätten führt.
Vor der erfolgreichen Herstellung von weißem Porzellan entstand ein rotbraunes Böttger-Steinzeug, das bis heute als eigenständiges Produkt gefertigt wird. Dieses Material ist härter als herkömmliche Keramik und wurde ursprünglich entwickelt, während die Rezeptur für Porzellan noch verfeinert wurde.
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