Frauenkirche, Gotische Kirche in Meissen, Deutschland.
Die Frauenkirche ist eine spätgotische Hallenkirche aus verputztem Stein, deren Chor aus Sandsteinquadern besteht. Ein massiger Westturm mit frühgotischen Untergeschossen trägt ein spätgotisches quadratisches Geschoss, einen achteckigen Aufsatz von 1547 und eine Haube mit Laterne. Im Inneren tragen schlanke Achteckpfeiler Parallelrippengewölbe nach dem Vorbild des Veitsdoms in Prag, der Chor schließt mit einem Sterngewölbe.
1205 erstmals als Kapelle der Heiligen Maria am Markt urkundlich erwähnt, war die Kirche dem Augustiner-Chorherrenstift St. Afra unterstellt und erhielt 1457 das Taufrecht. Nach zerstörerischen Stadtbränden entstand zwischen etwa 1450 und 1520 eine neue spätgotische Hallenkirche. 1547 zerstörte ein Blitzschlag die Turmspitze; danach erhielt der Turm seinen achteckigen Aufsatz und 1549 den vergoldeten Turmknopf mit Wetterfahne.
Die um 1540 südlich des Turms angebaute Kapelle birgt ein Glasgemälde eines Meißner Porzellanmalers von etwa 1845. Erhalten ist auch ein bemalter Flügelaltar von um 1480 aus der Nikolaikirche, der die Beweinung Christi zeigt.
Die Kirche steht auf ansteigendem Gelände in der Altstadt, mit Strebepfeilern am Chor und einem steinernen Opferstock vor dem Portal. Der massige Westturm trägt ein achteckiges Geschoss mit umlaufendem Umgang, doch eine Besteigung oder Aussichtsplattform ist nicht belegt. Das Innere betritt man ebenerdig; die um 1540 südlich des Turms angebaute Kapelle birgt ein Glasgemälde eines Meißner Porzellanmalers von etwa 1845.
Die um 1540 südlich des Turms angebaute Kapelle trägt ein Glasgemälde eines Meißner Porzellanmalers von etwa 1845. Die Orgel der Firma Jehmlich aus Dresden von 1929/1930 hat 56 Register und 3798 Pfeifen; sie wurde 2017–2021 restauriert und im Mai 2021 wieder eingeweiht.
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