Rathaus Meißen, Rathaus in Meißen, Deutschland.
Das Rathaus Meißen ist ein verputzter Bruchsteinbau mit Backsteingiebeln und Sandsteingewänden auf leicht unregelmäßig rechteckigem Grundriss. Das steile Satteldach trägt an den Schmalseiten Blendgiebel und zur Marktseite drei gleichmäßige Zwerchhäuser. Das spitzbogige Hauptportal von um 1470 ist mit Rundstäben und Kehlen verziert; darüber sitzt das 1865 von C. P. Krondl geschaffene Stadtwappen aus Sandstein.
Das Rathaus wurde im Wesentlichen in den Jahren 1472–1480 unter dem Einfluss von Arnold von Westfalen errichtet. Umbauten erfolgten 1726 und 1865; 1910 erneuerte der Dresdner Architekt Alexander Hohrath die Fassaden mit dem Ziel der Rückführung auf den ursprünglichen Zustand und fügte dabei den Balkon an. Eine nach 1995 begonnene Instandsetzung samt Dacheindeckung wurde durch das Elbhochwasser 2002 unterbrochen und erst 2010 abgeschlossen.
Das rechteckige Nebenportal mit einfacher Schräge im Gewände von um 1470 führte früher in die Brotbänke und öffnet heute in den Ratskeller. An der Hauptfassade ist eine Sonnenuhr von 1969 angebracht, und das vollplastisch in Sandstein gearbeitete Stadtwappen über dem Hauptportal schuf 1865 C. P. Krondl.
Der Haupteingang ist das spitzbogige Portal von um 1470 an der Marktseite; das rechteckige Nebenportal derselben Zeit führte früher in die Brotbänke und öffnet heute in den Ratskeller. An der Hauptfassade hängt eine Sonnenuhr von 1969. Die benachbarten Häuser Burgstraße 31 und 32 gehören zum Rathauskomplex.
Die Balkendecke des Ratssaals ruht auf drei Steinsäulen mit aufgelegtem Sattelholz, eine Konstruktion vom Ende des 15. Jahrhunderts. Der Dachstuhl darüber ist in fünf Geschosse unterteilt, die einst zur Lagerung von Getreide und Vorräten dienten.
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