Franziskanerkloster Meißen, Kirchengebäude in Meissen, Deutschland
St. Peter und Paul ist die ehemalige Klosterkirche der Franziskaner am Heinrichsplatz in der Meißner Altstadt, die heute vom Stadtmuseum Meißen genutzt wird. Die gotische Hallenkirche aus Bruchstein, Granit und Sandstein trägt ein steiles Dach mit roten Ziegeln und kleinem Dachreiter, helle Putzflächen und Steingliederungen. In der oberen Fassade sitzen zwei hohe Spitzbogenfenster mit Maßwerk, unten vier kleinere vergitterte Fenster um ein rotes Doppelportal im Spitzbogen.
Die Kirche entstand im 13. Jahrhundert als Franziskanerkloster und prägte damit die religiöse Entwicklung in der Meissener Region. Das Gebäude wurde über Generationen hinweg erhalten und um weitere Teile erweitert, die verschiedene Bauphasen zeigen.
Die Kirche wird nicht mehr für Gottesdienste genutzt: Der Franziskanerkonvent wurde 1539 in der Reformation aufgelöst, heute beherbergt das Bauwerk das Stadtmuseum Meißen. Um 1900 zog der Museumsverein ein, damals wurde die Balkendecke des Schiffs tiefer gelegt und eine neugotische Treppe eingebaut. Die erhaltenen Nord- und Westflügel des Kreuzgangs bergen Epitaphien und Grabdenkmäler des Meißner Adels und wohlhabenden Bürgertums.
Der Museumszugang liegt in einem 1929 im Westen angelegten Fußgängerdurchgang, der die früheren Portale der Kirche nutzt. Im Inneren führt eine um 1900 eingebaute neugotische Treppe zur Ausstellungsebene unter der tiefer gelegten Balkendecke. An das Schiff schließen der erhaltene Nord- und Westflügel des Kreuzgangs an.
1929 wurde in der Westwand unter Nutzung der früheren Portale ein Fußgängerdurchgang angelegt. Der Chor, ein Bau des 14. Jahrhunderts mit Dreiachtelschluss, wurde 1823 nach Verfall abgebrochen, sodass das Gebäude heute im Osten mit einem geraden Abschluss endet.
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