Martinskapelle, Romanische Kapelle im Stadtteil Plossen, Meißen, Deutschland
Die Martinskapelle steht auf einem Hügel am Zusammenfluss von Triebisch und Elbe in Meißen und zeigt grobe Steinwerkstatt mit halbrunder Apsis. Das Gebäude nutzt die erhöhte Lage und beherbergt im Inneren mehrere Kunstgegenstände aus dem Mittelalter sowie Galerien aus späteren Umbauten.
Die Kapelle wurde im 12. Jahrhundert als romanischer Bau errichtet und erlitt schwere Schäden durch die Hussiten-Kriege. Eine umfassende Wiederherstellung 1437 stabilisierte das Gebäude, später wurden im 17. Jahrhundert Innenausstattungen wie Decken und Emporen erneuert.
Die Kapelle zeigt gotische Kunstwerke wie einen Flügelaltar von 1500 und eine Kanzel von 1516, die die Handwerkskunst des Mittelalters widerspiegeln. Diese Ausstattung verrät, welche religiösen Traditionen hier gepflegt wurden und wie die Menschen damals ihre Kirche schmückten.
Die Kapelle befindet sich auf einem Hügel in der Nähe der Altstadt und ist über einen Weg von Norden erreichbar. Besucher sollten mit Steigungen rechnen und festes Schuhwerk mitbringen, da der Zugang über unebenes Gelände führt.
An der Nordwand bleiben ursprüngliche romanische Fenster erhalten, die seltene Hinweise auf die Architektur des 12. Jahrhunderts geben. 1981 entdeckte Arkaden deuten auf einen früheren Westturm hin, dessen Geschichte bisher ungeklärt bleibt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.