St. Bartholomäi, Gotische Kirche in Altenburg, Deutschland.
Die St.-Bartholomäi-Kirche Altenburg ist eine gotische Hallenkirche mit drei Schiffen, deren Gewölbe in geometrischen Mustern angeordnet sind. Der Chor zeigt mittelalterliche Wandmalereien, und im Inneren findet sich eine große Orgel sowie ein geschnitztes Retabel aus der Spätgotik.
Eine romanische Saalkirche mit Westquerturm, eingezogenem Chor und Apsis wird erstmals 1215 erwähnt, als Friedrich II. das Patronat den Augustiner-Chorherren übergab. Die gotische Hallenkirche wurde 1443 vollendet und bezog die zweitürmige Westanlage des Vorgängerbaus ein. Nach dem Einsturz eines mittelalterlichen Turms wurde auch der zweite abgebrochen und 1660–1669 ein mittiger Barockturm errichtet.
Georg Spalatin, Reformationstheologe und Berater der sächsischen Kurfürsten, war hier Pfarrer und wurde in der Kirche beerdigt. 2011 erhielt sie als eine von 22 Stätten der Reformation in Deutschland das Europäische Kulturerbe-Siegel. Kanzel, Taufbecken, Kirchengestühl und Orgelprospekt entstanden 1881; die Orgel baute Friedrich Ladegast.
Der Raum ist gut zugänglich und bietet einen klaren Blick auf die Architektur und Kunstwerke von verschiedenen Positionen aus. Besucher sollten Zeit einplanen, um die Details der Malereien im Chor und die Kunstwerke in aller Ruhe zu betrachten.
Die Krypta war zugemauert und geriet bis zu ihrer Wiederentdeckung 1843 in Vergessenheit; bis ins 17. Jahrhundert diente sie als Grabstätte. 1876 wurden die Gräber in ihr und im Kirchenschiff geräumt, um Platz für eine Heizungsanlage zu schaffen. Zwei vermauerte Rundbögen an der Nordwand des Chores zeigen den Beginn einer gleichartigen Nordkrypta, die nie ausgeführt wurde.
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