Basislinie Solitude-Allee, Vermessungsbasislinie in Stuttgart, Deutschland
Die Solitude-Allee ist ein rund 13 Kilometer langer Weg in Stuttgart, der das Schloss Solitude mit Ludwigsburg verbindet und dabei durch Waldabschnitte, offene Wiesen und sanfte Hügel führt. Entlang der Strecke stehen Ruhebänke, und der Weg wechselt zwischen schattigen Baumreihen und freien Abschnitten mit weitem Blick in die Landschaft.
Der Weg wurde 1768 angelegt, um die Residenz Schloss Solitude mit der Residenzstadt Ludwigsburg für die württembergische Herrscherfamilie zu verbinden. Um 1820 erhielt die Allee eine neue Rolle, als König Wilhelm I. sie als Basislinie für die geodätische Vermessung des Königreichs Württemberg nutzen ließ.
Die Solitude-Allee trägt ihren Namen nach dem Schloss Solitude, das am westlichen Ende der Strecke liegt und das Ziel vieler Spaziergänger ist. An Wochenenden nutzen viele Stuttgarter den Weg zum Radfahren, Joggen oder einfachen Spazierengehen durch den Wald.
Der Weg ist für Fußgänger, Radfahrer und Jogger geeignet und lässt sich in beide Richtungen ohne besondere Vorbereitung begehen. Da entlang der Strecke kaum Geschäfte oder Cafés zu finden sind, empfiehlt es sich, ausreichend Wasser und eine Kleinigkeit zu essen mitzunehmen.
Die Länge der Basis betrug 40.118,718 Pariser Fuß (13.032,14 m). Beim Abgleich mit der bayerischen Grundlinie bei München betrug der Unterschied nur 0,182 Pariser Fuß (0,059 m). Ein Gedenkstein am ehemaligen Endpunkt, an der Einmündung der Köhlstraße in die Solitude-Allee, nennt diese Zahlen.
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