Baurs Park, Öffentlicher Park in Blankenese, Deutschland
Baurs Park ist ein 15 Hektar großer englischer Landschaftsgarten am Elbhang in Blankenese, den Joseph Ramée von 1805 bis 1810 für den Altonaer Kaufmann Georg Friedrich Baur anlegte. Zu den Blickachsen und Parkarchitekturen gehörten Tempel, ein chinesischer Pagodenturm, ein Monopteros über einer Grotte und ein Kanonenberg. Das Herrenhaus Katharinenhof entstand 1829 bis 1836 im Park.
Der Altonaer Kaufmann Georg Friedrich Baur erwarb zwischen 1802 und 1817 elf Grundstücke am Elbhang in Blankenese, darunter ein 1785 von dem Textilkaufmann Anton Friedrich Stuhlmann erbautes Wohnhaus und den westlichen Teil vom Bankier Salomon Heine. Von 1805 bis 1810 ließ er das 15 Hektar große Anwesen von Joseph Ramée als englischen Landschaftsgarten gestalten, mit Blickachsen, einem chinesischen Pagodenturm, einem Monopteros über einer Grotte und einem Kanonenberg. Von 1829 bis 1836 entstand im Park der Katharinenhof, wo Baur König Christian VIII. und die Königin nach ihrer Krönung 1840 empfing.
Der Park trägt den Namen des Altonaer Kaufmanns Georg Friedrich Baur, der das Gelände ab 1805 gestalten ließ. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts war er trotz Privatbesitzes zu bestimmten Zeiten öffentlich zugänglich. Nach dem Verkauf durch die Familie Baur 1921 erwarb die Stadt Altona den Park; seit 1939 gehört er der Freien und Hansestadt Hamburg.
Der Park liegt direkt am Flussufer und ist leicht vom Stadtteil Blankenese aus erreichbar, mit Zugängen von verschiedenen Seiten. Gutes Schuhwerk wird empfohlen, da die Wege uneben sein können und die Uferzone natürlicher geprägt ist.
Auf der 46 Meter hohen künstlichen Erhebung namens Kanonenberg stand von 1983 bis 2020 einer der beiden Blankeneser Leuchttürme. Von diesem Hügel aus wurden einst Baurs einlaufende Schiffe mit Böllerschüssen begrüßt; der Geesthang des Parks steigt auf etwa 54 Meter an.
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