Botanischer Garten Gießen, Botanischer Garten in Giessen, Deutschland
Der Botanische Garten Gießen umfasst rund vier Hektar am Ostrand des ehemaligen Festungswalls, dessen Reste unter einem künstlichen Hügel liegen. Die alte Dreiteilung aus hortus medicus, ersten Erweiterungsflächen und ehemaligem Forstgarten ist noch erkennbar; der Eingang liegt am Ende der Sonnenstraße hinter dem Alten Schloss. Rund 8.000 Pflanzenarten sind überwiegend deutsch und lateinisch beschildert.
Landgraf Ludwig V. gründete 1607 die Universität und schenkte ihr 1609 einen Garten; der Mediziner Ludwig Jungermann legte den hortus medicus auf 1.200 m² an. Im Dreißigjährigen Krieg verfiel der Garten, 1699 entstand ein Kalthaus, 1720 das erste Glashaus. 1802 richtete Friedrich Ludwig Walther einen Forstgarten ein, nach 1805 wurde der Festungswall abgetragen und dessen Fläche eingegliedert. Johann Bernhard Wilbrand vereinigte 1826 beide Gärten.
Der Garten ist eng mit der Universität Gießen verbunden und wird von Studierenden und Forschern regelmäßig besucht. Man sieht hier Menschen, die Pflanzen studieren oder einfach in den Beeten spazieren und die Vielfalt erkunden.
Der Eingang liegt etwas versteckt am Ende der Sonnenstraße an der Rückseite des Alten Schlosses, Senckenbergstraße 6. Der Garten ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Die alte Dreiteilung von hortus medicus, ersten Erweiterungsflächen und ehemaligem Forstgarten lässt sich im Gelände noch nachvollziehen.
Dieser Garten ist der älteste botanische Garten Deutschlands, der sich noch immer an seinem ursprünglichen Standort befindet. Kaum ein Besucher weiß, dass dieser Ort über 400 Jahre Geschichte an einem einzigen Ort bewahrt hat.
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