Onkel Toms Hütte, Wohnviertel in Steglitz-Zehlendorf, Deutschland.
Onkel Toms Hütte ist eine Wohnsiedlung in Steglitz-Zehlendorf mit Wohnblöcken und Einfamilienhäusern, die sich beiderseits der Argentinischen Allee verteilen. Das Gebiet wird von Kiefern und Birkenwäldern umgeben, die die Bebauung durchziehen.
Die Siedlung wurde zwischen 1926 und 1931 unter der Leitung des Architekten Bruno Taut erbaut, um Berlins Wohnungsnotstand zu lindern. Das Projekt entstand in einer Zeit des Wandels in der städtischen Wohnkultur.
Die Siedlung trägt den Spitznamen Papageiensiedlung wegen der leuchtend bemalten Hausfassaden, die noch heute das Straßenbild prägen. Diese farbenfrohe Gestaltung war damals eine radikale Aussage für modernes Wohnen.
Die U-Bahn-Station Onkel Toms Hütte an der Linie U3 verbindet die Siedlung direkt mit dem Zentrum Berlins. Geschäfte und Cafés säumen die Riemeisterstraße und Wilskistraße mit dem Alltäglichen, was Bewohner und Besucher benötigen.
Einige Häuser an der Hochsitzweg wurden mit abgerundeten Ecken entworfen, um bestehende Bäume zu bewahren. Dieses frühe Beispiel von Umweltbewusstsein in der Stadtplanung zeigt, dass nachhaltige Gedanken bereits in den 1920er Jahren vorhanden waren.
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