Rohrhardsberg, Berggipfel im Schwarzwald, Baden-Württemberg, Deutschland
Der Rohrhardsberg ist mit 1153,2 m der nördlichste Gipfel des Farnberg-Plateaus im Mittleren Schwarzwald. Sein Gipfelplateau beschreibt einen nach Süden offenen Bogen mit drei Hochpunkten: der Ostkuppe auf 1153,2 m, der Westkuppe Breitbühl auf 1152,3 m und der Nordkuppe auf 1150,2 m. Über den Kamm verläuft die Grenze zwischen dem Landkreis Emmendingen und dem Schwarzwald-Baar-Kreis; in der Mulde des Heiliggeistlochs im Nordosten liegt um den Schänzlehof mit dem Gasthaus Schwedenschanze eine große Grünlandfläche.
Der Berg spielte über Jahrhunderte hinweg eine Rolle als Durchgangsroute zwischen den Schwarzwälder Dörfern und unterstützte den Transport von Holz und andere Waren. Diese alten Wege prägen bis heute das Netzwerk der Wanderwege auf dem Berg.
Der Name Schwedenschanze erinnert an die Wälle im Sattel zwischen Nord- und Ostgipfel, Teil einer in Karten verzeichneten Linie alter Verteidigungsanlagen. In der Mulde des Heiliggeistlochs darunter liegt eine große Grünlandfläche mit dem Gasthaus Schänzlehof. Ansässige Landwirte beweiden weiterhin Flächen und öffnen verbuschte Weidfelder im Rahmen des Natura-2000-Plans.
Im Modellprojekt Rohrhardsberg ist die sportliche und touristische Nutzung auf eine schmale Achse zwischen Brend und Schwedenschanze beschränkt; große Bereiche bleiben ungestört. Der Zweitälersteig und weitere Wege des Schwarzwaldvereins führen über den Farnberg-Rücken. Über den Gipfelkamm verläuft die Grenze zwischen dem Landkreis Emmendingen und dem Schwarzwald-Baar-Kreis.
An der Spitze stehen ein Telekommunikationsturm und eine Windkraftanlage aus dem Jahr 2004, die zeigen, wie moderne Technologie und traditionelle Berglandschaften nebeneinander existieren. Diese Infrastruktur ist sichtbar von unten schon während des Aufstiegs.
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