Maria in der Tanne, Katholische Wallfahrtskirche in Triberg im Schwarzwald, Deutschland
Maria in der Tanne ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche in Triberg im Schwarzwald mit dem Patrozinium Mariä Himmelfahrt. Das äußerlich schlichte Gotteshaus ist im Inneren reich barock ausgestattet. Von 1826 bis 1958 war sie auch Pfarrkirche; seit 1959 gehört sie zur Pfarrei St. Clemens Maria Hofbauer.
Die Wallfahrt begann 1644, als nach dem Bericht des Priesters Johann Baptist Degen ein Kind geheilt wurde, nachdem ein Pergamentbild an einer großen Tanne beim Brunnen aufgehängt worden war. 1645 schnitzte der vom Aussatz geheilte Schneider Friedrich Schwab eine Marienstatue aus Lindenholz und stellte sie in das Rindenloch. 1697 approbierte das Bistum Konstanz die Wallfahrt; die steinerne Kapelle wurde 1699 bis 1705 durch einen größeren Bau ersetzt.
Der Name der Kirche bedeutet „Maria in der Tanne“ und geht auf die Baumhöhle zurück, in die der Schneider Friedrich Schwab 1645 aus Lindenholz eine kleine Marienstatue als Dank für eine Heilung stellte. Diese Statue wurde das eigentliche Gnadenbild. Heute dient die Kirche Wallfahrten, Hochzeiten und Gedenkgottesdiensten; der Gesang dreier Tiroler Soldaten von 1692 gilt als „Engel-Gesang“, der die Wallfahrt wiederbelebte.
Die Kirche liegt an Waldwegen und ist gut zu Fuß erreichbar, wobei das Wetter im Schwarzwald schnell wechseln kann. Festes Schuhwerk und eine wetterfeste Jacke sind empfehlenswert, besonders außerhalb der Sommermonate.
Ein Schneider soll im 17. Jahrhundert eine Marienfigur in eine Tannenbaum-Höhle gesteckt haben, um für seine Genesung zu danken, und legte damit den Grundstein für diesen Wallfahrtsort. Die originale Figur ist noch heute im Inneren der Kirche zu sehen.
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