Günterfelsen und Umgebung, Geschützte Granitformation in Furtwangen im Schwarzwald, Deutschland
Günterfelsen und Umgebung ist ein kleines Naturschutzgebiet im Distrikt Winterwald, etwa 800 Meter südlich der Martinskapelle bei Furtwangen im Schwarzwald. Es schützt eine Gruppe abgerundeter Granitfelsen in geschlossenem Wald, die durch Wollsackverwitterung geformt sind. Wegen ihrer Form werden die Blöcke oft für erratische Blöcke gehalten, obwohl sie nicht durch Eis verfrachtet wurden; einige wurden früher abgebaut und über einen noch erkennbaren Weg nach Nordosten abtransportiert.
Das Gebiet erhielt seinen Schutzstatus im Juni 1956 als Naturschutzgebiet. Zwischen 1933 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs trug die Stelle zeitweise den Namen Albert Leo Schlageter Felsen, bevor sie ihren heutigen Namen zurückerhielt.
In den 1930er und 1940er Jahren wurde der Felsen für Feierlichkeiten der Nationalsozialisten genutzt und in Gedenken an Albert Leo Schlageter in Schlageterfelsen umbenannt; eine in den Felsen eingearbeitete Inschrift ist noch heute zu erkennen. Der Felsen liegt am Westweg, etwa 800 Meter südlich der Martinskapelle.
Das Gebiet ist über mehrere Wanderwege erreichbar, darunter eine etwa 7 Kilometer lange Rundroute von Oberbregenbach mit mäßigem Anstieg. Der Wald hier ist das ganze Jahr über begehbar, aber gutes Schuhwerk ist wegen der unebenen Felsformation notwendig.
Die runden Formen der Granitblocke entstanden durch kugelige Verwitterung, bei der Wasser durch Risse eindringt und die Steine in muschelfarmige Schichten aufbricht. Dieser geologische Prozess verlauft uber lange Zeit und schafft die charakteristische Wollsack-ahnliche Form, die man hier sieht.
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