Deutsches Uhrenmuseum, Technologiemuseum in Furtwangen im Schwarzwald, Deutschland.
Das Deutsche Uhrenmuseum ist eine Sammlung von Zeitmessgeräten, die zeigt, wie sich die Uhrenmacherei vom einfachen Handwerk zur industriellen Fertigung entwickelte. Die Ausstellung präsentiert verschiedene Arten von Uhren und erklärt die Techniken, die Menschen über Jahrhunderte entwickelt haben.
Robert Gerwig, Direktor der Großherzoglich Badischen Uhrmacherschule Furtwangen, begann 1852 mit dem Sammeln alter Uhren. Die Sammlung wurde 1858 erstmals auf der Schwarzwälder Industrieausstellung in Villingen gezeigt und ist seit 1874 dauerhaft ausgestellt. 1978 wurde die Historische Uhrensammlung nach dem Ankauf der Kienzle-Sammlung durch das Land in Deutsches Uhrenmuseum umbenannt.
Schwarzwälder Uhrmacher verkauften ihre Holzuhrwerke über wandernde Händler, die Uhrenträger, die die Waren zu ausländischen Märkten brachten. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts beherrschte die Lackschilduhr mit bemaltem Holzzifferblatt den europäischen Markt, wobei die Gestaltung je nach Zielland variierte. Rund ein Drittel der Besucher bucht heute eine persönliche Führung, in der Uhren und Musikinstrumente in Gang gesetzt werden.
Der Ort liegt in einer kleineren Stadt im Schwarzwald und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Auto leicht zu erreichen. Die Ausstellung ist übersichtlich gestaltet, sodass man sie ohne besondere Vorbereitung besuchen kann.
Ein Höhepunkt der Sammlung ist eine astronomische Uhr aus dem Jahr 1787, die ein Benediktinermönch geschaffen hat und komplexe Bewegungen des Himmels darstellt. Diese Uhr zeigt, wie weit das Handwerk in dieser Zeit fortgeschritten war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.890 Mitwirkenden weltweit.