Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke, Stahleisenbahnbrücke in Duisburg, Deutschland
Die Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke führt die Bahnstrecke Duisburg–Mönchengladbach zwischen Hochfeld und Rheinhausen über den Rhein. Ihr Hauptfeld ist ein abgestuftes Parallelfachwerk (Gerberbalken) mit Stützweiten von 126 und 189 Metern, 20 Meter über dem Strom. Vorlandbrücken von 104 Metern und eine Öffnung von 51,8 Metern über Industriegleisen ergeben eine Gesamtlänge von 907 Metern. Auf der Nordseite ist ein Fußgängersteg angebracht.
Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft nahm die erste Brücke am 24. Dezember 1873 für den Güterverkehr in Betrieb; Personenzüge nutzten bis zum 14. Januar 1874 noch das Trajekt Rheinhausen–Hochfeld. Der 800 Meter lange Brückenzug umfasste eine 34 Meter lange Drehbrücke und vier Strombrücken mit je 98 Metern Stützweite aus Schweißeisen. Am 30. Juni 1923 explodierte eine Zeitbombe in einem belgischen Militärzug, acht Menschen starben. Die zweite Brücke wurde am 13. Oktober 1927 in Betrieb genommen; deutsche Truppen sprengten sie am 4. März 1945, und die vierte Brücke ging am 1. Oktober 1949 in Betrieb.
Die Brücke zeigt das Gesicht einer Eisenbahnstadt, in der Züge zum alltäglichen Leben gehörten. Sie verbindet zwei Stadtteile und zeigt, wie Verkehr die Stadt geprägt hat.
Die Brücke trägt ausschließlich Bahngleise; der Fußgängersteg war an der Nordseite des Bauwerks von 1927 angebracht, eine separate öffentliche Querung über den Rhein gibt es hier also nicht. Fachwerk und Strom sind von den Ufern in Hochfeld und Rheinhausen aus zu sehen. Die Strecke wird weiterhin im Güter- und Personenverkehr befahren, daher den Gleisbereich meiden.
Während des Zweiten Weltkriegs bauten Ingenieure eine provisorische Brücke in kürzester Zeit, um die Eisenbahnverbindung aufrechtzuerhalten. Dieses technische Kunststück mit begrenzten Ressourcen zeigt die Bedeutung dieser Verkehrsroute für die Region.
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