Scheunenviertel, Historisches Viertel in Mitte, Deutschland.
Das Scheunenviertel ist ein Stadtviertel im Zentrum Berlins mit einem Netz aus engen Gassen und einer Mischung aus erhaltenen gründerzeitlichen Häusern und modernen Neubauten. Die Straßen sind geprägt von Kunstgalerien, Restaurants, Cafés und kleinen Läden, die in den alten Gebäuden untergebracht sind.
Das Gebiet entstand im späten 17. Jahrhundert als Lagerplatz für Heu und Vieh außerhalb der damaligen Stadtmauern. Im 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem dicht besiedelten Wohngebiet mit einer großen jüdischen Gemeinde und einer lebendigen Kulturszene.
Das Viertel wurde lange Zeit von jüdischen Künstlern und Handwerkern geprägt, deren Geschäfte und Werkstätten das Straßenbild bestimmten. Heute erinnern mehrere Museen und Gedenkstätten an diese Geschichte und zeigen, wie das Leben hier früher aussah.
Der Bezirk liegt zentral und ist leicht mit der S-Bahn über die Station Hackescher Markt oder mit lokalen Bussen erreichbar. Die besten Zeiten zum Erkunden sind frühe Morgen oder Wochentage, wenn die Straßen weniger überlaufen sind.
Die Museumswerkstatt Otto Weidt bewahrt den Originalarbeitsplatz, an dem blinde und gehörlose jüdische Arbeiter während des Zweiten Weltkriegs Schutz fanden. Dieser stille Ort dokumentiert einen außergewöhnlichen Fall von menschlicher Haltung inmitten dunkler Zeiten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.