Schloss Hohenzieritz, Klassisches Schloss in Hohenzieritz, Deutschland.
Schloss Hohenzieritz ist ein dreigeschossiger klassizistischer Bau zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg, dessen cremefarbene Fassade ein rot gedecktes Walmdach abschließt. Über einer breiten Sandsteintreppe zum mittleren Doppeltor sitzt ein Dreiecksgiebel mit herzoglichem Wappen und Monogrammen. Das Erdgeschoss ist massiv, das Obergeschoss verputztes Fachwerk, die Räume sind als Enfiladen gereiht.
Das Schloss wurde zwischen 1747 und 1751 unter der Leitung von Johann Christian von Fabian errichtet und basiert teilweise auf einem früheren Gebäude, das 1712 abgebrannt war. Diese Neuerrichtung markierte die Wiederherstellung eines Wohnorts nach der Zerstörung im frühen 18. Jahrhundert.
Königin Luise von Preußen, eine geborene Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz, starb hier am 19. Juli 1810 während eines Besuchs im Sommersitz ihres Vaters. Ihr Sterbezimmer wurde bereits 1813 zur Gedenkstätte und ist seit dem 3. Juni 2017 als moderne Ausstellung über ihre letzten Tage und das Gedenken an sie neu gestaltet. Träger ist die Schlösser- und Gärtenverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Das Schloss selbst kann nicht besichtigt werden; zugänglich ist nur die Königin-Luise-Gedenkstätte im Inneren, der Park ist frei zugänglich. Der englische Landschaftspark umfasst etwa 25 Hektar und wurde zwischen 1776 und 1790 von Archibald Thompson angelegt. Er enthält den Luisentempel und das 2006–2007 restaurierte Denkmal Die Hoffnung tröstet die Trauer und reicht bis zu den Nachbardörfern Weisdin und Usadel.
Der englische Landschaftspark von etwa 25 Hektar wurde zwischen 1776 und 1790 von Archibald Thompson, einem Schüler Capability Browns, angelegt. In ihm stehen der Luisentempel und das Denkmal Die Hoffnung tröstet die Trauer, das Karl II. 1798 zum Gedenken an seine Gemahlin errichten ließ. Caspar David Friedrich, der häufig in Hohenzieritz weilte, malte dort 1807 sein Landschaftsbild Der Sommer.
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