Pumpspeicherwerk Goldisthal, Pumpspeicherkraftwerk in den Thüringer Bergen, Deutschland
Das Goldisthaler Pumpspeicherwerk ist eine Hydroelektrikanlage in den Thüringer Bergen, die Wasser zwischen zwei Reservoiren pumpt, um Strom zu erzeugen. Das obere Becken fasst 12 Millionen Kubikmeter Wasser, während das untere Becken etwa 19 Millionen Kubikmeter speichert und beide durch unterirdische Tunnel verbunden sind.
Das Projekt entstand nach drei Jahrzehnten der Planung mit Baubeginn 1997 und der ersten Betriebsaufnahme 2003. Die vollständige Inbetriebnahme folgte ein Jahr später und markierte einen Meilenstein in der deutschen Speicherkraftwerk-Entwicklung.
Die Anlage symbolisiert Deutschlands Verpflichtung zur Energiewende durch Wasserkraft und trägt zum Ausgleich von Stromspitzen im Netz bei. Besucher können sehen, wie moderne Ingenieurskunst Berge nutzt, um Energie zu speichern und freizugeben.
Die Anlage arbeitet mit vier Turbinen mit jeweils 265 Megawatt Leistung für eine Gesamtkapazität von etwa 1.060 Megawatt. Besucher sollten beachten, dass der Standort in einem Berggebiet liegt und die Zufahrt sowie die Erkundung grundlegende Fitness und angepasstes Schuhwerk erfordern.
Zwei der vier Generatoreinheiten nutzen Drehzahlveränderungstechnik, eine Innovation, die zum ersten Mal in einem großen europäischen Wasserkraftprojekt eingesetzt wurde. Diese technologische Besonderheit ermöglicht es der Anlage, effizienter auf schwankende Stromnachfrage zu reagieren.
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