Ledasperrwerk, Sperrwerk in Leer, Deutschland
Das Ledasperrwerk ist eine Gezeitensperre an der Leda in Leer und besteht aus fünf Öffnungen, die jeweils etwa 14 Meter breit sind und von Hebtoren mit einer Höhe von etwa 10,5 Metern zwischen Kontrollttürmen bedient werden. Die Anlage lässt Wasser normal durchfließen und wird nur geschlossen, wenn der Wasserstand deutlich über dem mittleren Hochwasser ansteigt.
Der Bau der Ledasperrwerk begann im September 1950 in einem trockenen Bereich einer Flußschleife und die Anlage nahm im Juli 1954 ihren Betrieb auf. Ihr Bau markierte einen Wendepunkt in der Wasserwirtschaft der Region, da Leer seitdem vor Sturmfluten besser geschützt war.
Die Sperrwerk wird von Einheimischen als wichtiger Teil ihrer Beziehung zum Wasser wahrgenommen, da es sowohl den Hafen nutzbar hält als auch die Stadt vor Überflutungen schützt. Die Struktur zeigt, wie Menschen hier gelernt haben, mit den Gezeiten zu leben, anstatt gegen sie anzukämpfen.
Besucher können die Sperrwerk von außen vom Ufer oder von nahe gelegenen Wegen aus sehen und beobachten, wie sie funktioniert. Es gibt keine besonderen Bedingungen für einen Besuch, obwohl es hilfreich ist, bei Sturm oder hohem Wasserstand zu kommen, wenn die Tore aktiv sind.
Neben der Hauptanlage steht eine Pumpstation, die zwischen 2000 und 2001 gebaut wurde und eine zusätzliche Verteidigungslinie gegen Hochwasser bildet. Diese Pumpe arbeitet parallel zur Sperrwerk und zeigt, dass der Schutz der Stadt im Laufe der Zeit weiterentwickelt wurde.
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