Schwäbisches Donaumoos, Überschwemmungsgebiet in Bayern, Deutschland
Das Schwäbische Donaumoos ist ein Feuchtgebiet in Bayern, das sich über sanfte, offene Landschaften erstreckt und von Gräsern, Wasserflächen und Flussarmen geprägt ist. Der Bereich besteht aus mehreren zusammenhängenden Zonen mit unterschiedlichen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere.
Im 19. Jahrhundert wurden Abschnitte der mäandrierenden Donau begradigt, wobei die Begradigung bis 1871 nach Passau fortgeschritten war. Diese Umgestaltung des Flussverlaufs prägte das Aussehen der Landschaft grundlegend.
Der Name Donaumoos bezeichnet das Niedermoor an der Donau; der westliche Teil heißt Schwäbisches Donaumoos. Torf wurde hier bis nach dem Zweiten Weltkrieg gestochen, ab 1900 im baden-württembergischen Teil auch maschinell. Seit etwa 1990 fließen Mittel in die Wiedervernässung des verbliebenen Niedermoors, und drei Naturschutzgebiete werden als Refugien für bedrohte Arten gepflegt.
Das Schwäbische Donaumoos liegt zwischen Langenau, Sontheim und Gundelfingen, im Süden begrenzt von der Donau mit ihren Auwäldern, im Norden von der Schwäbischen Alb. Die offene Riedfläche ist dünn besiedelt, Routen führen daher zwischen den Randorten. Das Niedermoor besteht nur noch in drei Naturschutzgebieten, deren Wege nass sein können; der Zugang erfolgt zu Fuß.
Die Torfschicht, die das Moor entstehen ließ, ist stellenweise nur wenige Zentimeter mächtig: eine zumeist undurchlässige Decke aus Lehm und Ton über dem Donaukies. Der Geologe Wilhelm Schloz veröffentlichte 1979 einen geologischen Nord-Süd-Schnitt von Asselfingen über die Donau bis Günzburg, gestützt auf eine Reihe von Bohrungen.
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