Brecht-Haus, Literarische Residenz in Oranienburger Vorstadt, Berlin.
Das Brecht-Haus an der Chausseestrasse 125 ist ein mehrstöckiges Wohngebäude mit erhaltenen Räumen, die zeigen, wie ein Theater-Schaffender und seine Familie lebten und arbeiteten. Im Inneren finden sich Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Ausstellungsbereiche, die biografische Materialien und Dokumente zur Theatergeschichte zeigen.
Das Haus wurde 1953 zur Wohnstätte des bekannten Dramaturgen und seiner Partnerin, nachdem sie aus dem Exil zurückgekehrt waren. Es blieb Zentrum ihres Schaffens, bis er 1956 starb und sie nach seinem Tod noch viele Jahre dort lebte.
Brecht und Weigel prägten das Haus als Wirkstätte für ihr Schaffen. Ihre Präsenz ist in jedem Raum spürbar, von Arbeitsplätzen bis zu persönlichen Gegenständen, die ihre tägliche Arbeit mit Theater und Literatur zeigen.
Die Räume können mit Führungen besucht werden, die einen Überblick über das Alltagsleben geben. Es ist sinnvoll, vorher zu prüfen, wann Führungen stattfinden, da die Öffnungszeiten unterschiedlich sind.
Das Haus liegt direkt neben einem Friedhof, auf dem beide Bewohner nach ihrem Tod begraben wurden und so auf Wunsch ihrer letzten Ruhestätte nahe beieinander liegen. Dieses Zusammenspiel zwischen Wohn- und Bestattungsort schafft eine seltene historische Kontinuität.
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