Burg Bring, Mittelalterliche Burg nahe Edersee, Deutschland.
Die Burg Bring ist die Ruine einer kleinen Höhenburg auf 248 m ü. NN über dem Edersee bei Edertal-Bringhausen. Seit dem Bau der Edertalsperre 1914 ist ihr Burgberg die Liebesinsel; erhalten sind nur geringe Grund- und Kellermauern, die im See liegen und vor allem bei Niedrigwasser sichtbar sind.
Das Entstehungsdatum der Burg ist unbekannt; als Erbauer gilt ein Brunink, aus der „Burg Brunink“ wurde später die „Burg Bring“. 1196 wird erstmals ein Ritter von Bringhausen urkundlich erwähnt, weshalb die Burg als Sicherungsburg des heute wüsten Talortes gilt. Im 15. Jahrhundert hatten die Grafen von Waldeck hier einen Burgsitz und ein Gut in Bringhausen. Wann die Burg aufgegeben oder zerstört wurde, ist nicht überliefert; im 19. Jahrhundert war sie bereits eine Ruine mit wenigen Mauerresten, die heute im Edersee liegen.
Das Bauwerk zeigt ein Beispiel mittelalterlicher Verteidigungsarchitektur in Hessen, das als Kulturdenkmal für Bildungszwecke erhalten wird.
Die Reste liegen auf der Liebesinsel, dem einstigen Burgberg, der bei Vollstau des Edersees zur Insel wird; dann ist er von Bringhausen aus mit dem Boot oder schwimmend zu erreichen. Bei Niedrigwasser, meist im Spätsommer oder Herbst, kann man die Insel zu Fuß erreichen. Erhalten sind nur geringe Grund- und Kellermauern.
Erst nach dem Bau der Edertalsperre 1914 wurde der Burgberg zur heutigen Liebesinsel; bei Niedrigwasser im Spätsommer oder Herbst ist sie zu Fuß erreichbar. Um die erhaltenen Mauerreste ranken sich Sagen von Rittern und von Wichteln, die das Gold der Eder bewacht haben sollen.
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