Burg Frauenberg, Mittelalterliche Burgruine in Ebsdorfergrund, Deutschland.
Die Frauenberg-Burgruine ist ein mittelalterliches Überbleibsel auf einem Basalthügel am Rande des Ebsdorfergrunds in Hessen. Noch heute stehen Mauerreste aus Stein, und von der Anhöhe aus hat man einen weiten Blick über das umliegende Tal und den Wald.
Sophie von Brabant, Tochter der heiligen Elisabeth, ließ die Burg um 1250 errichten, um Marburg zu sichern, der mainzischen Burg Amöneburg eine Gegenposition entgegenzusetzen und die Straße „durch die langen Hessen“ zu überwachen. Urkundlich erwähnt wird sie erst 1296. Spätestens 1437 verlor sie ihre strategische Bedeutung, wurde 1470 und 1489 zerstört und war bis 1528 teilweise bewohnt, bevor sie als Baumaterialquelle für die umliegenden Dörfer diente.
Die Burg gab den Herren, die sie hielten, ihren Namen: Die dort ansässigen Burgmannen nannten sich von Frauynberg, wahrscheinlich eine Seitenlinie der Rau von Holzhausen. Mit der Burg entstand auch das Gericht Frauenberg, das ab 1350 Amt wurde und 1604 mit dem Amt Kirchhain vereinigt wurde.
Die Ruine liegt auf dem 379 m hohen Basaltkegel des Frauenbergs, etwa 500 m südwestlich des Dorfs Frauenberg und 6 km südlich von Marburg. Das Naturschutzgebiet Frauenberg bei Beltershausen schützt den Hang, an dem bis 1913 Basalt abgebaut wurde. Von der umzäunten Mauer der Ruine reicht der Blick über den Ebsdorfer Grund und das Amöneburger Becken.
Eine Burg hatte keinen Bergfried im klassischen Sinne, und über ihr ursprüngliches Aussehen ist nichts gesichert. Erhalten sind eine sieben Meter hohe innere Ringmauer, eine äußere Mauer und mehrere Wallgräben. Bis 1913 wurde am Frauenberg Basalt abgebaut; heute liegt auf dem Gipfel das Naturschutzgebiet Frauenberg bei Beltershausen.
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