Burg Stauf, Burgruine in Stauf, Eisenberg, Deutschland
Burg Stauf ist die Ruine einer Höhenburg südlich des Eisenberger Ortsteils Stauf auf einem 327,1 m hohen Bergsporn über dem Tal des Eisbachs. Die Anlage gliedert sich in eine Vorburg (Südburg), eine Mittelburg und die Kernburg (Nordburg). Von Stauf aus ist sie über einen Waldweg zu erreichen.
Burg Stauf entstand wohl noch vor dem Jahr 1000 und ist um 1012 als castellum Stoufenburc belegt, womit sie die älteste urkundlich nachgewiesene Anlage ihrer Art in der Pfalz ist. Der erste gesicherte Nachweis hängt mit einem Aufenthalt des Saliers Herzog Konrad I. von Kärnten (975–1011) zusammen. Dessen Sohn Konrad II., zugleich Graf im Wormsgau, Speyergau und Nahegau, musste nach einem Aufstand gegen König Konrad II. mehrere Burgen schleifen, was die zwei Jahrhunderte ohne Nachrichten erklären mag. 1525 wurde die aus Vorburg, Mittelburg und Kernburg bestehende Anlage im Bauernkrieg zerstört.
Der Name Stauf geht auf den alten Burgennamen Staufenburg zurück, weshalb die Anlage oft den Staufern zugeschrieben wurde; 1913 führte der Historiker Hermann Schreibmüller den Ursprung stattdessen auf die Salier zurück und erklärte den Namen aus späteren Besitzern. Eine Sage erzählt von drei Jungfrauen auf der Burg, einer blinden unter ihnen, und einem vergrabenen Schatz.
Von Stauf führt ein Waldweg direkt zur Burgruine hinauf, der Zugang ist zu Fuß problemlos möglich. Die beste Zeit für einen Besuch ist bei trockenes Wetter, da der Weg aus Erde und Natursteinen besteht und nach Regen rutschig werden kann.
Der alte Name Staufenburg führte dazu, dass die Burg oft den Staufern zugeschrieben wurde. 1913 widersprach der Historiker Hermann Schreibmüller dieser Auffassung, führte den Ursprung der Burg auf die Salierzeit zurück und erklärte den Namen mit den späteren Besitzern.
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