Burg Stockberg, Mittelalterliche Burgruine bei Badenweiler, Deutschland
Die Stockburg ist eine mittelalterliche Burgruine auf dem Stockberg auf etwa 1074 Metern Höhe oberhalb von Badenweiler. Die Ringmauer bildet eine trapezförmige Form und erstreckt sich etwa 40 Meter von Osten nach Westen, mit sichtbaren Fundamenten und Erdwällen.
Julius Näher beschrieb die Anlage 1882 als Alamannenwall. Keramik- und Eisenfunde von 1971/72 und 1997 wurden ins 12. Jahrhundert datiert, weshalb heute von einer mittelalterlichen Burg ausgegangen wird, vermutlich der Herren von Kaltenbach, die nur bis ins 13. Jahrhundert genutzt wurde.
Der Name Stockburg bezieht sich auf den Stockberg, den Porphyrkegel, auf dem der Wallring liegt; die Gemeinde- und Kreisgrenze zwischen Badenweiler und Malsburg-Marzell verläuft mitten durch die Anlage. Julius Näher beschrieb 1882 den Wall als Alamannenwall, eine Deutung, die nach Keramik- und Eisenfunden von 1971/72 und 1997 zugunsten einer mittelalterlichen Burg revidiert wurde. Heute ist die Stockburg als Grabungsschutzgebiet ausgewiesen.
Der Zugang beginnt am Parkplatz auf dem Egerten-Sattel, von wo der Schwarzwald-Westweg zum Stockberg führt. Der steile Gipfel selbst wird abseits des Westwegs auf unmarkierten, teils verwachsenen Pfaden erstiegen. Die Anlage liegt auf der Gemarkungsgrenze zwischen Badenweiler und Malsburg-Marzell und ist als Grabungsschutzgebiet ausgewiesen.
Julius Näher beschrieb die Anlage 1882 als Alamannenwall, und Skizzen von 1882 und 1901 zeigen bereits Steinbauten innerhalb des Wallrings. Die Steinhütten, die die Hitlerjugend 1936/37 auf dem Stockberg errichtet haben soll, sind daher nicht die einzige Bebauung auf dem Gipfel.
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