Burg Greene, Mittelalterliche Burgruine in Greene Einbeck, Deutschland.
Burg Greene ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem Höhenrücken im Ort Greene bei Einbeck in Niedersachsen. Teile der ursprünglichen Außenmauern sind noch erhalten, und ein wiederaufgebauter Bergfried sowie ein Torbogen führen zum oberen Bereich der Anlage.
Die Burg wurde 1308 von den Edlen von Homburg errichtet, um ihre Güter und eine Handelsstraße über die Leine zu schützen. 1409 fiel sie durch Erbschaft an Herzog Bernhard von Braunschweig, was Streit mit dem Bischof von Hildesheim auslöste; dieser überließ sie 1414 den Welfen für 12.000 rheinische Gulden und behielt sich das Wiederkaufsrecht vor. Erst 1499 konnten die Welfen die Summe aufbringen und Greene als Amt in Besitz nehmen. 1553 zerstörte Vollrad von Mansfeld die Burg, Herzog Heinrich der Jüngere ließ sie sogleich wieder aufbauen.
Der Name der Burg geht auf das Dorf Greene zurück, das sich direkt unterhalb des Hügels befindet. Die Ruine wird heute von Wanderern als Aussichtspunkt genutzt, und der wiederaufgebaute Bergfried ist von Weitem sichtbar.
Das Gelände ist tagsüber frei zugänglich und bietet Wanderwege mit Ausblick über das Leinetal. Der Bergfried kann je nach Jahreszeit eingeschränkte Öffnungszeiten haben, weshalb es sich lohnt, die Bedingungen vorab zu prüfen.
1953 wurde der Bergfried zur Bundesweihestätte für die deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs; bis 1961 waren dort die sieben Millionen Unterschriften der Heimkehrer-Petition hinterlegt, die die Freilassung der in der Sowjetunion festgehaltenen Gefangenen forderten. Im Turm erinnerten Wandschreine der damaligen Bundesländer, an der Außenmauer ein Kreuz und eine Gedenktafel. 1961 zog die Weihestätte wegen Baufälligkeit nach Goslar, 1996 kamen die Unterschriftenlisten ins Stadtarchiv Goslar.
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