Ruine Limburg, Mittelalterliche Burgruine in Weilheim an der Teck, Deutschland.
Die Burg Limburg ist eine abgegangene Höhenburg auf dem 598 Meter hohen Limburg, dem kegelförmigen Vulkanberg über Weilheim an der Teck. Über dem Erdboden sind keine Mauerreste mehr vorhanden; nur Geländeerhebungen zeichnen die ovale Hauptburg nach, die ein Abschnittsgraben in einen nördlichen und südlichen Teil trennt. Der südliche Turm hatte mit 8 mal 8 Metern eine nahezu quadratische Grundfläche, und die später errichtete Michaelskapelle lag im nördlichen Bereich der Kernburg, von der nur Mauerreste im Boden erhalten sind.
Graf Berthold I. mit dem Bart ließ die Burg um 1050 erbauen; erstmals erwähnt wurde sie 1077 und gilt als seine Stammburg, in der er 1078 starb. Um 1100 verlegte sein Sohn Berthold II. den Stammsitz auf die Burg Zähringen bei Freiburg und nannte sich Herzog von Zähringen. Vermutlich im Investiturstreit zerstört, wurde die Burg wiederaufgebaut und von Weilheimer Vasallen bewohnt, um 1130 erneut zerstört und noch einmal aufgebaut. Als die Zähringer 1150 die stärkere Burg Teck errichteten, verlor die Limburg an Bedeutung, fiel mit Teck an Adalbert, den Begründer der Herzöge von Teck, und wurde aufgegeben.
Die Kapelle auf dem Burggelände stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist dem Heiligen Michael gewidmet. Sie zeigt, wie der Ort nach dem Verfall der ursprünglichen Burg weiterhin als heiliger Raum genutzt wurde.
Der Ort ist während des ganzen Jahres begehbar, und Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Weg auf den Gipfel steil ansteigt. Der Hügel selbst ist Teil eines Naturschutzgebietes, das zum Wandern und Erkunden einlädt.
Das Berggelände besteht aus vulkanischer Basalttuff, der vor etwa 17 Millionen Jahren durch Gasexplosionen entstanden ist. Dieses geologische Erbe macht den Ort zu einem faszinierenden Ort für alle, die mehr über die vulkanische Vergangenheit der Region erfahren möchten.
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