Burg Lipperode, Mittelalterliche Burgruine in Lippstadt, Deutschland.
Burg Lipperode ist eine Burgruine bei Lippstadt mit vier Mauern, die einen Wohnturm bildeten, umgeben von einem Wassergraben. Die Grundmauern und Teile der Umfassungsmauern sind noch sichtbar und können im Burghof besichtigt werden.
Die Burg wurde 1248 erstmals erwähnt und war ursprünglich eine Wasserfestung. Um 1600 wurde sie unter Graf Simon VI. in eine holländische Festung mit Basteien umgebaut.
Der Name Lipperode bezeichnet die Siedlung an der Lippe. Die Burg diente den Edelherren zur Lippe als zeitweiliger Aufenthaltsort; ihr Hauptsitz war um 1220 Rheda, um 1300 dann Detmold. 1410 erhielt Johann von der Borgh ein erbliches Burglehen, zu dem auch der Wahl bei dem niederen Pforthaus gehörte. Bis um 1790 wurde die Burg zudem als Amtshaus für das Amt Lipperode/Cappel genutzt.
Die Anlage liegt auf zugänglichem Gelände, wo man die erhalten gebliebenen Mauern und das Wassergrab betrachten kann. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da der Untergrund je nach Wetterlage uneben sein kann.
Die Fortifikation wurde mit einer fünfzackigen Sternform mit Bastionen angelegt, was heute nur auf Luftaufnahmen deutlich zu sehen ist. Diese Bauweise war charakteristisch für frühneuzeitliche Verteidigungssysteme und zeigt die militärische Entwicklung der Epoche.
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