Burg Hertenstein, Mittelalterliche Burgruine in Billingsbach, Deutschland
Hertenstein Castle sind Ruinen einer Anlage, die sich auf einem Hügel über dem Billingsbach erhebt. Der Burghügel wird von einem künstlichen Graben umgeben, und im Innern finden sich Mauerreste, die die einstige Struktur mit Wohnturm und Wirtschaftsgebäuden andeuten.
Die Burg entstand vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts, worauf zwei Becherscherben aus einer Grabung Emil Kosts von 1948 hindeuten. Wer sie erbaute, ist unbekannt. 1314 erscheint Eberhard von Hertenstein, Angehöriger des Deutschen Ordens, als Urkundenzeuge der Hohenloher. Nach dem Aussterben der Hertensteiner um 1374 belehnte Graf Ulrich von Hohenlohe 1393 Rezzo von Bächlingen unter anderem mit einem Teil des Burgstalls; in der Karte des Amtes Langenburg von 1578 ist die Burg als Ruine verzeichnet.
Der Name der Burg geht auf die Herren von Hertenstein zurück, einen niederadeligen, wohl den Grafen von Hohenlohe dienenden Ministerialengeschlecht; Eberhard von Hertenstein erscheint 1314 als Urkundenzeuge. Nach 1374 starben die Hertensteiner wohl aus, und 1393 belehnte Graf Ulrich von Hohenlohe Rezzo von Bächlingen mit einem Teil des Burgstadels. Der Bergfried bestand aus Buckelsteinen, quadratischen Blöcken mit abgerundeter Außenfläche.
Das Areal liegt auf einem Bergsporn etwa 840 Meter südwestlich der Ortskirche von Billingsbach und ist nur zu Fuß erreichbar. Deutlich sichtbar ist allein der Graben, da oberirdisch keine Baureste erhalten sind und das ganze Gelände von dichtem Wald bedeckt ist. Die offenen Ruinen können jederzeit besucht werden, bieten aber wenig Schutz vor Regen und Wind.
Die Burg überwachte einen Abschnitt der Altstraße, die das Tal der Jagst überquerte, unmittelbar unterhalb der Burg die Geigersteige heraufzog und weiter über Schrozberg nach Rothenburg ob der Tauber führte. So kontrollierte sie den Durchgang von Händlern und Reisenden.
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