Schloss Morstein, Mittelalterliche Burg in Gerabronn, Deutschland.
Schloss Morstein steht auf einem Bergsporn über dem Jagsttal, vom Ort durch einen Halsgraben getrennt. Eine Ringmauer umschließt Vorburg und Kernburg, die durch steinerne Brücken verbunden sind; die innere Brücke ersetzte eine mittelalterliche Zugbrücke, deren Reste noch nachweisbar sind. Die Kernburg wird von einem mittelalterlichen Bergfried aus Buckelquadern und dem Renaissance-Palas mit Staffelgiebel dominiert.
Die 1240 erstmals urkundlich erwähnten Herren von Morstein errichteten im 13. Jahrhundert diese Ritterburg; schon Mitte des 14. Jahrhunderts ging sie an die Herren von Crailsheim über, in deren Besitz sie bis heute ist.
Das Schloss wurde nach einem Brand im Jahr 1571 von einer Wehranlage zu einem Renaissancepalast umgebaut und zeigt damit den Wandel in den Vorlieben der Bewohner. Man sieht diese Veränderung heute noch in der Mischung aus mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Elementen.
Der Zugang führt über eine steinerne Brücke über den Halsgraben, die burgseitig von einem 1758 erbauten Fachwerktorturm gedeckt wird. Dahinter ersetzt eine zweite Steinbrücke die mittelalterliche Zugbrücke, deren Reste noch nachweisbar sind. Die Anlage liegt auf einem schmalen Sporn über dem Jagsttal, die Wege folgen daher der Mauerlinie statt eines Rundwegs.
Schloss Morstein ist einer der Schauplätze in Agnes Günthers Roman „Die Heilige und ihr Narr“ und heißt dort Schloss Thorstein. Als letzter Neubau der Anlage entstand 1758 das Torhaus.
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