Burg Hohenstein, Mittelalterliche Burg im Taunus, Deutschland
Burg Hohenstein ist eine Felsenburg auf einem Hügelgipfel im Taunus, die aus dicken Steinmauern, einem zentralen Turm und einem Innenhof besteht. Von oben eröffnet sich ein weiter Blick über das Aartal.
Die Burg Hohenstein wurde vermutlich zwischen 1190 und 1230 von den Grafen von Katzenelnbogen erbaut, nicht vom Erzbistum Mainz. Ab 1260 diente sie der jüngeren Linie der Grafen als Residenz, und um 1422 ließ Graf Johann III. sie ausbauen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie 1647 von hessen-kasselschen Truppen in Brand geschossen und stark beschädigt.
Auf der Freilichtbühne im Innenhof veranstaltet die Taunusbühne Bad Schwalbach, ein Amateurtheaterverein, die Burgfestspiele Hohenstein. Außerdem ist in der Burg ein Standesamt eingerichtet, sodass Trauungen in der Ruine stattfinden. Der Name Hohenstein bezieht sich auf den hohen Felssporn, auf dem die Burg liegt.
Der Aufstieg zur Burg erfordert etwas Kondition, da der Weg über unebenes Gelände führt; festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Bei Nässe wird der Pfad rutschig, daher lohnt sich ein Blick auf die Wetterlage vor dem Besuch.
1647 wurde die Burg im Hessenkrieg zwischen den Linien Kassel und Darmstadt von hessen-kasselschen Truppen in Brand geschossen und ist seither Ruine. Da die letzten Baupläne von 1608 stammen, wurde 2023 eine Laservermessung per Drohne durchgeführt, um eine umfassende Sanierung vorzubereiten.
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