Burg Megling, Mittelalterliche Burgruine in Gars, Deutschland.
Burg Megling, auch Schloss Stampfl oder Stampflschlössl genannt, ist die Ruine einer Höhenburg über Stampfl im Markt Gars am Inn. Der erhaltene Bergfried ist ein kastenförmiger dreigeschossiger Bau mit steilem Halbwalmdach auf 540 m ü. NN, etwa 200 Meter über dem Inn. Buckelquader zeugen von der Wehrhaftigkeit der Anlage.
Die Burg wurde 1123 von Graf Cuno gegründet und diente als Sitz seiner Macht, von wo aus er Feudalrechte über die Klöster Au und Gars ausübte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrmals umgebaut, besonders im 16. Jahrhundert, was sich in der Verwendung glatter, regelmäßiger Steine in den oberen Teilen widerspiegelt.
Der Name Megling stammt von den Grafen, die die Burg 1123 errichten ließen; der erhaltene Turm heißt heute nach dem Weiler Stampfl Schloss Stampfl oder Stampflschlössl. Der Sage nach sollen Raubritter den Inn mit eisernen Ketten abgesperrt haben, um vorbeifahrende Schiffe zu plündern; auch soll ein heute verschütteter Geheimgang zum Inn hinabgeführt haben.
Die Ruine kann von außen besichtigt werden und ist von der Klosteranlage Au am Inn aus gut sichtbar, wobei der Weg durch dichtes Waldgebiet führt. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und beachten, dass die Anlage aufgrund der Baumbedeckung auch an sonnigen Tagen teilweise schattig ist.
Der Turm behält seinen ursprünglichen hochgelegenen Eingang bei, was ein seltenes Merkmal mittelalterlicher Verteidigungsanlagen zeigt. Dieser erhöhte Zugang war eine praktische Sicherheitsvorkehrung, die Eindringlingen den Eintritt erschwerte und nur über tragbare Leitern oder Zugbrücken möglich war.
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