Burgruine Alerheim, Burgruine in Alerheim, Deutschland.
Burg Alerheim ist eine Burgruine, die südlich des Dorfes Alerheim auf erhöhtem Gelände steht und teilweise erhaltene Mauern sowie ein Torgebäude aufweist. Die Anlage zeigt typische Merkmale mittelalterlicher Wehrarchitektur mit kompaktem Grundriss und stabilen Steinwänden.
Der Zeitpunkt der ersten Burg ist unbekannt; in der Literatur wird eine karolingische Burg angenommen, und nach 1137 zählte Alerheim zu den Reichsburgen. 1235 hielt Kaiser Friedrich II. hier seinen aufrührerischen Sohn, König Heinrich (VII.), in Gewahrsam, bevor er ihn nach Apulien verlegte. Um 1300 besaßen es die Grafen von Truhendingen, ab 1363 das Hochstift Eichstätt, von 1444 bis 1484 die Reichsstadt Nördlingen. 1634 nahmen kaiserliche Truppen es ein und zerstörten es.
Der Name Alerheim ist mit dem hier ab 1129 urkundlich fassbaren Adelsgeschlecht verbunden: Hartmann von Alerheim war personengleich mit Hartmann von Auhausen, dem Gründer der Dynastie der Herren von Lobdeburg im Saaletal ab 1133. Um 1150 erscheint sein Sohn Otto als Graf von Alerheim. Auf dem Anwesen gibt es heute eine Brennerei, eine kleine Brauerei und einen Schlossladen mit regionalen Spezialitäten; Seminare und Einblicke in Brennen und Brauen sind möglich.
Die Anlage ist keine Museumsruine: Seit 1979 haben die Eigentümer die erhaltenen Mauern renoviert und stilentsprechende Neubauten ergänzt; heute gibt es dort eine Brennerei, eine kleine Brauerei und einen Schlossladen. Man kann Seminare belegen und Einblicke in das Brennen und das Brauen bekommen. Der Hügel, der Schlossberg, liegt westlich von Alerheim auf 455,4 m ü. NHN.
1235 hielt Kaiser Friedrich II. seinen aufrührerischen Sohn, König Heinrich (VII.), in der Burg gefangen, bevor er ihn nach Apulien verlegte; Heinrich starb 1242 im Kastell San Fele in Süditalien. Der Achteckturm auf Merians Ansicht nach 1633 zeugt vom staufischen Ausbau der Anlage.
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