Busdorfkirche, Katholische Kirche in Paderborn, Deutschland
Die Busdorfkirche ist eine romanisch-gotische Kirche in Paderborn, deren Westturm in drei Abschnitten aufsteigt: einem Untergeschoss aus dem 12. Jahrhundert, einem gotischen dritten Geschoss mit Giebel und einem 1629 umgebauten Dachabschluss. Der Turm ist weiß mit grauen Eckquadern, hat ein Spitzbogenfenster über einem Rundbogenfenster und eine Giebelfassade mit goldener Uhr. Die dreischiffige Hallenkirche besitzt ein Westportal von um 1400 und eine barocke Vorhalle von 1667 von Ambrosius von Oelde.
Bischof Meinwerk gründete die Busdorfkirche und weihte sie 1036 im Beisein Kaiser Konrads II. den Aposteln Petrus und Andreas. Um 1033 hatte er Abt Wino von Helmarshausen nach Jerusalem geschickt, um die Grabeskirche auszumessen; der erste Bau entstand als achteckige Kopie derselben. Ein Brand zerstörte die Kirche 1289; die heutige dreischiffige Hallenkirche wurde um 1300 wieder aufgebaut, und der Westturm erhielt 1629 seine heutige Form.
In der Kirche hängen ein hölzernes Kruzifix von etwa 1280 und ein siebenarmiger Kronleuchter; erhalten sind zudem ein spätgotisches Sakramentshaus, ein Taufbecken derselben Zeit und Grabplatten des 15. bis 18. Jahrhunderts. Der Sarkophag Bischof Meinwerks, gestorben 1036, steht seit 1810 im Chor.
Besucher konnen die Kirche wahrend der ublichen Offnungszeiten betreten und die Architektur von innen betrachten. Es ist hilfreich, den Ort fruh am Tag zu besuchen, wenn weniger Besucherverkehr herrscht.
Rillen an den Säulenschäften und am Südportal des romanischen Kreuzgangs, des sogenannten Pürting, werden als Spuren eines mittelalterlichen Schwertschleif-Brauchs verstanden.
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