Burg Untermaubach, Mittelalterliche Burg in Kreuzau, Deutschland.
Burg Maubach, auch Burg Untermaubach genannt, ist eine unregelmäßige, polygonale Höhenburg aus Bruchstein. Sie erhebt sich auf 162 m über dem Meeresspiegel über der Rur in Untermaubach, einem Ortsteil von Kreuzau. Ihr Wohnturm ist ein großer, quadratischer Quaderbau mit zweieinhalb Meter dicken Mauern und bildet heute den westlichen Teil des Herrenhauses.
Als Gründer gilt Graf Adalbert von Nörvenich, der sich ab 1153 Graf von Molbach nannte; nach seinem Tod 1177 erbte sein Schwiegersohn Wilhelm II. von Jülich die Burg, der 1191 seine Residenz nach Nideggen verlegte. Um 1350 besaß Edmund von Engelsdorf die Anlage, aus dieser Zeit stammt der gotische Wohnturm mit 2,5 Meter dicken Mauern. 1617 ging der heruntergekommene Besitz an Freiherr Wilhelm von Efferen, der ihn umbaute; nach 1717 erhielt das Herrenhaus seine barocke Gestalt.
Die Burg zeigt Bauweisen, die typisch für Adelssitze dieser Region waren, mit Steinen und festen Mauern, die Macht und Beständigkeit ausdrückten. Besucher sehen heute noch, wie solche Burgen als Wohnräume und Schutzbauten zugleich gestaltet wurden.
Die Burg ist von Kreuzau aus erreichbar und liegt an Wanderwegen, die weitere Orte in der Umgebung verbinden. Man sollte festes Schuhwerk tragen, da die Wege bergig und teils unbefestigt sind.
Die Mauern des Wohnturms sind zweieinhalb Meter dick; Wilhelm von Efferen ließ sie nach 1617 durchbrechen, weil die mittelalterliche Wehrarchitektur den Pulvergeschützen nicht mehr standhielt. Er erweiterte den Turm nach Osten zu einem Herrenhaus und gewann so Raum und Wohnkomfort.
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