Burg Vellinghausen, Mittelalterliche Burg in Welver, Deutschland.
Burg Vellinghausen ist eine von einem Wassergraben umgebene Niederungsburg im Ortsteil Vellinghausen der Gemeinde Welver, die um 1300 von Rötger von Galen erbaut wurde. Die Ostfassade und das Krüppelwalmdach wurden später dem Barockstil angepasst, und das Eingangsportal trägt das Doppelwappen des Erbauerehepaars. Ein Renaissancekamin im Erdgeschoss weist auf die Fertigstellung um 1598 hin.
Rötger von Galen, der sich auch Vellinchusen nannte, erbaute die Niederungsburg um 1300, vermutlich an der Stelle einer Vorgängerburg. Nachdem die Brüder Heinrich und Dieter von Galen 1564 und 1566 ihr Erbe geteilt hatten, kam die Burg an Heinrich von Galen und seine Frau Clara von Vridag, die sie vermutlich 1598 fertigstellten; darauf weist ein Renaissancekamin im Erdgeschoss hin. 1700 verkaufte General Heinrich von Neheim das Gut an Kaspar Heinrich von Voss, unter dem die Ostfassade und das Krüppelwalmdach dem Barockstil angepasst wurden.
Das Schloss steht auf einem Landgut, das seit Jahrhunderten von Adelsfamilien genutzt wird und die Lebensweise dieser Zeit widerspiegelt. Die Gebäude und Gärten zeigen, wie Adelige in dieser Region lebten und ihre Macht darstellten.
Das Schloss liegt etwa 6 km vom Ortszentrum Welvers entfernt und ist mit dem Auto am leichtesten zu erreichen, da es auf einem privaten Landgut liegt. Die Gegend ist flach und bietet gute Möglichkeiten für Besuche auf Pedelecs oder Fahrrädern, besonders entlang der Routentour durch die Region.
Die Burg liegt unweit des Ortes der Schlacht bei Vellinghausen, die am 15. und 16. Juli 1761 im Siebenjährigen Krieg ausgetragen wurde. Alliierte Truppen unter Ferdinand von Braunschweig standen dort einem französischen Heer gegenüber; die Flur bei der Burg trägt noch heute den Namen der Schlacht.
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