Haus Assen, Wasserschloss in Lippborg, Lippetal, Deutschland
Schloss Assen ist eine Wasserburg in der Lippe-Region mit mehreren Türmen und Wehranlagen, die von Wassergräben umgeben sind. Die Hauptgebäude folgen dem Renaissancestil der Region und bilden einen zusammenhängenden Gebäudekomplex.
Die Anlage war zunächst die mittelalterliche Burg Borch to Assen, Teil des Amtes Honsel an der Lippe, das Kaiser Heinrich II. 1023 dem Abdinghofkloster in Paderborn schenkte. Das Kloster verpfändete sie 1358 an die Brüder Hermann und Themo von Oldendorp. 1396 verkauften Temme von Oldendorp und seine Frau Katharina die Burg an Rotger IV. von Ketteler; 1408 wurde ihm das Lehen übertragen, und 1455 teilten seine Söhne den Besitz in Alt-Assen und Neu-Assen.
Der Name Assen geht auf die alte „Borch to Assen“ zurück, die bereits im 11. Jahrhundert bezeugt ist. Seit 1997 nutzen die Diener Jesu und Mariens das Schloss, das von 2001 bis 2016 das Kolleg Kardinal von Galen beherbergte, ein Jungeninternat benannt nach Clemens August von Galen, dem „Löwen von Münster“. 2007 wurde im Innenhof eine Bronzestatue des Kardinals eingeweiht, der sitzend mit den Manuskripten seiner Predigten von 1941 dargestellt ist.
Der Ort wird heute von einer religiösen Gemeinschaft als Zentrum genutzt und ist nicht immer für Besucher offen zugänglich. Es empfiehlt sich, vorher zu prüfen, ob Führungen oder Besichtigungen möglich sind.
Die Bronzeskulptur im Innenhof, eingeweiht am 8. September 2007 zum zehnjährigen Bestehen des Internats, zeigt Kardinal Clemens August von Galen sitzend mit den Manuskripten seiner Predigten von 1941. Sie stammt vom Kölner Bildhauer Elmar Hillebrand. Der Kardinal, Großonkel des letzten Besitzers, wurde 2005 seliggesprochen.
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